Hochschul-Zertifikatskurs
Berufsbegleitender Hochschul-Zertifikatskurs 2012: „Pädagogik für Vermittlung sozialer Kompetenzen und Gewaltprävention“ (10. Durchgang)
in Kooperation mit:

Leitidee
Eine steigende Zahl als auffällig und aggressiv bezeichneter Schüler, Kinder und Jugendlicher gerät in eine Spirale von Schulschwänzen, Schulverweigerung, Ausbildungsabbruch, Integrations- und Selbstausgrenzung sowie Kriminalität. Eine Herausforderung für alle pädagogischen Fachkräfte in der Schule sowie Kinder- und Jugendhilfe. Die Mehrzahl von ihnen macht dabei die Erfahrung, dass herkömmliche Mittel, wie schulische „Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen“ sowie polizeilich-juristische Sanktionen alleine keine wirksamen Handlungskonzepte sind. Sie geben keine Antwort auf fehlende Empathiefähigkeit und mangelnde soziale Kompetenz der Betroffenen noch auf deren Rechtfertigungsstrategien.
Das wissenschaftlich evaluierte Weiterbildungsprogramm umfasst verschiedene Praxismodelle zur Förderung sozialer und interkultureller Kompetenzen sowie zur Gewaltprävention, die im Kontext der Schule und Jugendhilfe erfolgreich erprobt wurden. Mit den einzelnen Methodenbausteinen wird den Teilnehmenden ein Mittel zur Erweiterung/Ergänzung ihrer professionellen Handlungskompetenz im Umgang mit auffälligen, aggressiven Kindern/Jugendlichen für unterschiedliche Konflikte in der pädagogischen Alltagsarbeit angeboten. Die Ausbildung findet in Kooperation mit der Alice Salomon Hochschule statt.
Kompetenzerwerb
Die Teilnehmenden verfügen am Ende des Kurses über folgende Kompetenzen: Sie
- verfügen über breites Wissen und Können in der Leitung und Durchführung von pädagogischen Interventionen, sozialen Trainings und MultiplikatorInnenschulungen
- verfügen über Methodenkompetenz, können eigenständig im Umgang mit auffälligen Kindern/Jugendlichen handeln. Sie können verschiedene Methoden zur Förderung der sozialen Kompetenz und Gewaltprävention anwenden
- können kollegiale Fallberatungen durchführen
- können Evaluationstechniken anwenden
- kennen die sozialen Konstruktionen von Geschlecht, sie verstehen die Bedeutung des Geschlechterverhältnisses für die Vermittlung sozialer Kompetenzen & Gewaltprävention
- erweitern ihre soziale und interkulturelle Kompetenz
- kennen Möglichkeiten und Grenzen pädagogischer Interventionen
- können das eigene Handeln reflektieren, sind fähig mit Kritik konstruktiv umzugehen und sie verfügen über Veränderungsbereitschaft
- können Sozialkompetenz fördernde und gewaltpräventive Konzepte entwickeln, planen und durchführen