Unsere Leitidee
Unser Motto lautet: „Neue Wege entstehen beim Gehen“. Ziel des BISG ist es daher, ein Netzwerk der mit Kindern und Jugendlichen Arbeitenden zu bilden. Engagierte Fachkräfte aus allen Bereichen der Sozialen Arbeit, Jugendhilfe, Bildung und Erziehung können sich hier zusammenschließen, um ihre unterschiedlichen beruflichen Erfahrungen und Kompetenzen im Sinne einer „systemischen (schulischen) Gewaltprävention“ zu bündeln.
Unsere Leitidee: „Neue Anforderungen benötigen neue Handlungskonzepte!“ Denn: Eine steigende Zahl als auffällig und aggressiv bezeichneter Kinder und Jugendlicher gerät in eine Spirale von Schulschwänzen, Schulverweigerung, Ausbildungsabbruch, Integrations- und Selbstausgrenzung sowie Gewalt und Kriminalität; eine Herausforderung nicht nur für Lehrer/-innen, sondern auch für Fachkräfte der Jugendhilfe, Polizei und Justiz. Insbesondere die pädagogischen Fachkräfte fühlen sich zunehmend überfordert. Die Mehrzahl von ihnen macht dabei die Erfahrung, dass „herkömmliche“ Mittel, wie schulische „Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen“ sowie polizeilich-juristische Sanktionen alleine keine wirksamen Handlungskonzepte sind. Sie geben weder Antwort auf fehlende Empathiefähigkeit und mangelnde soziale Kompetenz der Betroffenen noch auf deren Strategien zur Vermeidung von Verantwortung.
Vor allem die Institution Schule und ihre Lehrer/-innen selbst müssen lernen, dass sich ihre Rolle insbesondere im Verhältnis zu den Eltern geändert hat. Schule hat heute - mehr denn je - die Aufgabe, soziale und interkulturelle Kompetenz zu fördern und gewaltpräventiv zu wirken. Wenn sie den Bildungs- und Erziehungsauftrag umfassend wahrnehmen soll, dann darf die Zielgruppe der Maßnahmen und Programme nicht mehr nur die Schülerschaft sein – wie dies bei der überwiegenden Zahl der auf dem Markt vorhandenen Konzepte und Modelle üblich ist. Dann müssen auch die in der Schule Verantwortlichen zu Zielgruppen werden, insbesondere die Lehrer/-innen und die Schulleiter/-innen, aber auch die Eltern sowie angrenzende Institutionen, die mit jungen Menschen befasst sind. Damit sind die so genannten „Unterstützungssysteme“ - wie Jugendhilfe, Polizei und Justiz gemeint. Und nicht zuletzt muss sich auch die Schulpolitik diesen Ansätzen konsequenter öffnen.